DIE NERVENBAND

 

 

 

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Die nächsten öffentlichen Auftritte im Jahr 2017

 

Donnerstag 16. November 2017 um 19.00 Uhr im Piccolo Sole D`Oro Tübingen

Samstag, den 2.Dezember 2017 um 20.00 Uhr in der Zehntscheuer in Rottenburg a.N.

  

Die Band

Ihren Ursprung nahm die Band in der Tübinger "Nervenklinik". Mitte der 1980er Jahre rief der damalige stellvertretende Klinikchef, Prof. Mathias Bartels, das Projekt ins Leben.

Die Urbesetzung dieser Band bestand zunächst aus einer Schar von Mitarbeitern und Patienten der heutigen „Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie“. Es handelte sich um einen chaotischen Haufen unterschiedlichster Charaktère mit noch unterschiedlicheren Instrumenten. Die ersten Zusammenkünfte (Urproben, primitive Vorstufen von Proben) fanden im muffigen Gewölbe der Kinder- und Jugendpsychiatrie („Stinkekeller“) statt und hatten bisweilen skurrile Züge. Bartels dachte an einen Kreis zur musikalischen Selbsterfahrung für diejenigen die glaubten, sich damit spirituell weiter entwickeln zu können. Sein Instrument musste keiner beherrschen, nein, noch nicht mal spielen können, Noten interessierten nicht. Alphorn, Plastik-Keyboard, Didgeridoos, auch echte Instrumente,  alles was Lärm machte war akzeptiert und wurde zu den Treffen angeschleppt. Stücke gab es keine, noch nicht einmal Tonarten. Es war Anarcho-Free-Jazz.

Manche nannten es Krach.

Aber es war spannend, entfesselnd, in hohem Maße vital und lebensbejahend, aber unaufführbar und der Genesung der teilnehmenden Patienten dennoch kaum zuträglich. Auch das Benommenheitsgefühl der anderen Akteure nach der Probe hielt manchmal noch über Tage an und wurde leider nicht mit der erhofften spirituellen Erweiterung belohnt. Stattdessen nahm man vielleicht mal eine Kopfschmerztablette. Das künstlerische Treiben wurde gelegentlich argwöhnisch von unseren Lebenspartnern beäugt.

Somit kam es zwangsläufig zu „Häutungsprozessen“. Aus ungeordnetem wurde geordnetes Chaos. In der nächsten Stufe, zwei bis drei Jahre danach, folgte die Schwindel erzeugende Klangwelt so langsam einfachen musikalischen Konventionen. Man begann vorsichtig damit, von Stücken zu sprechen und das auf „laut“ oder „noch lauter“ reduzierte Stilmittel der Dynamik wurde um „vielleicht doch etwas leiser“ erweitert. Mit der Zeit wurden Verschnaufpausen für die Solisten etabliert, und als man dazu überging, auf seine Mitmusiker zu hören, war der Beginn einer neuen Epoche nicht mehr aufzuhalten. Stücke bekamen einen Anfang und einen Schluss und damit Struktur, was kurzzeitig zu Irritationen und kontroversen Diskussionen führte. Dennoch hat der Haufen plötzlich musikalischen Ehrgeiz entwickelt. So allmählich konnte von einer Band gesprochen werden.

Bis heute dominieren Psychiater und Psychologen. Weil das Alter der Musiker nicht entscheidend  ist, sind mehrere Generationen vertreten. Jungmusiker werden erst mitgeschleppt, um später die Älteren musikalisch in die Tasche zu stecken.

Stilistisch widmet sich die Band besonders dem Jazz, aber auch Blues, Rock, funkige Nummern oder eine Prise Latin sind dabei. Immer häufiger greifen Saxophonistin Bettina Scharnowski-Diegel und Pianist Michael Petersen zum Mikrophon.

 

Die Bandmitglieder

   

   

   

Michael Petersen

Journalist

Piano + Gesang+Schal

 

Martin Bärsch

Psychotherapeut

Gitarre

 

Gerd Schäfer

Psychiater, Psychotherapeut

Schlagzeug

 

Jörn Heher

Zahnarzt

Tenorsaxophon, Kapp

 

   

       

Mac Eichele

Geschichts-  und Lateinlehrer

Bass

 

Bettina Scharnowski-Diegel

Psychotherapeutin

Altsaxophon + Gesang

 

Simone Hochrein

Lehrerin

Altsaxophon

 

 

Peter Winckler

Forensischer Psychiater

Tenorsaxophon

 

 

       

   

 

Holger Bär

EDV-ler

Trompete, Hut

 

 

Jochen Maier

Landschaftsplaner

Trompete

 

 

Wilfried Konrad

Paläontologe, Chaos-Theoretiker

Posaune

 

 

 

Ulf Schreiner

Unternehmer, Installateur

Baritonsaxophon